Kalibrierservice

Prozesssicherheit in der Schraubtechnik

Die Kalibrierung bei DEPRAG gibt Ihren eingesetzten Prüfmitteln die Sicherheit verlässlicher Messergebnisse – kompetent und mit der notwendigen Rückführbarkeit auf das Nationale Normal. DEPRAG verfügt über ein akkreditiertes Kalibrierlabor, in dem Drehmomente von 0,01 Nm bis 500 Nm nach verschiedenen Kalibrierverfahren mit geringster Messunsicherheit rückführbar kalibriert werden können.

Wie lange ist die Kalibrierung gültig?
Im Prinzip gilt eine Kalibrierung nur zum Zeitpunkt ihrer Durchführung. Die Festlegung von Kalibrierintervallen liegt grundsätzlich in der Verantwortung des Anwenders. Die Anwendung, d.h. die Umgebungsbedingungen am Einsatzort, Einsatzart des Messmittels, Gebrauchshäufigkeit und Sicherheitsrelevanz der zu verschraubenden Werk stücke ist entscheidend für die Festlegung des Kalibrierintervalls.

Werden Messmittel im laufenden Montageprozess eingesetzt, wird es sicher sinnvoller sein, ein kürzeres Kalibrierintervall festzulegen, als wenn die Messmittel nur im Labor in größeren Zeitabständen verwendet werden.

So können Prüfzyklen etwa zwischen 3 Monaten und 3 Jahren sinnvoll sein.

Wir empfehlen, unsere Messsysteme wenigstens einmal pro Jahr neu kalibrieren zu lassen.

Kalibrierung von DEPRAG Drehmomentaufnehmern
Im akkreditierten Kalibrierlabor werden DAkkS- und Werkskalibrierungen von Drehmoment-Messwertaufnehmern nach validierten Verfahren durchgeführt. Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt in einem Kalibrierschein, der alle Messwerte und die zugehörigen Messunsicherheiten beinhaltet. Je nach Einsatzfall und angestrebter Messunsicherheit können mehr oder weniger aufwendige Kalibrierverfahren angewandt werden, die sich durch die Belastungsrichtung, die Anzahl der Einbaustellungen sowie die erreichbaren Messunsicherheiten unterscheiden. Es können Messwertaufnehmer basierend auf DMS- und Piezo-Technologie kalibriert werden. Die Durchführung der Kalibrierung erfolgt wahlweise nach DIN 51309 oder VDI/VDE 2646 (Kalibrierverfahren). Üblicherweise erfolgt die Kalibrierung an 8 Drehmoment-Stufen, die über einen Bereich von 10%-100% des Messbereiches verteilt sind.
Es stehen Kalibriereinrichtungen für den Drehmomentbereich von 0,01 Nm – 500 Nm zur Verfügung.

Alle bei DEPRAG erhältlichen Messwertaufnehmer werden ab Werk im Standard-Messbereich (siehe Produktkatalog D3020) kalibriert. Sonderkalibrierungen für abweichende Messbereiche sind auf Anfrage möglich.

Kalibrierservice für Drehmomentaufnehmer anderer Hersteller
Für die Kalibrierung von Drehmoment-Messwertaufnehmern anderer Hersteller stehen ebenfalls alle genannten Kalibrierverfahren zur Verfügung. Zur Prüfung der Eignung und Festlegung des geeigneten Verfahrens werden Angaben zur technischen Ausführung des Aufnehmers, zu den Einsatzbedingungen und zur erforderlichen Messunsicherheit benötigt.
Anfragen zur Kalibrierung von Drehmomentaufnehmern anderer Hersteller prüfen und beantworten wir gerne.

Zur Analyse der Fähigkeit eines Messsystems bestehend aus Drehmomentaufnehmer und Messelektronik führen wir Messsystemanalysen nach Verfahren 1 in unserem DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabor (DIN EN ISO/IEC 17025) durch. Im Ergebnis wird die Eignung des Messsystems für eine bestimmte Anwendung durch Angabe der ermittelten Fähigkeitskennwerte bestätigt.
Die Durchführung der Messsystemanalyse erfolgt für das vorgegebene Prüfdrehmoment.

Grundsätzlich werden alle Komponenten der Messkette unabhängig voneinander kali briert. Messgeräte für Piezoaufnehmer werden mit Hilfe eines Ladungs-Kalibriergerätes und Messgeräte für DMS-Aufnehmer mit einem DMS-Kalibrator einer Vergleichsmessung unterzogen und gegebenenfalls justiert. Die bei DAkkS und Werkskalibrierungen verwendeten Normale sind an die nationalen Normale angeschlossen und erfüllen damit die höchsten Qualitätsanforderungen. Die Messwertaufnehmer werden im eigenen akkreditierten Kalibrierlabor nach genormten Kalibrierverfahren kalibriert und dokumentiert.

Werkskalibrierung von Messgerät / Messelektronik
Die Messgeräte oder Messelektroniken werden hinsichtlich ihrer Funktion geprüft. Gleichzeitig wird der Kalibrierwert für die Messzelle ermittelt. Die Ergebnisse werden im Protokoll, dem Herstellerprüfzertifikat, dokumentiert. Die Grundlagen der Kalibriertätigkeiten sind die aktuell geltenden Normen, derzeit insbesondere die DIN EN ISO/IEC 17025 (Allgemeine Anweisungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien).

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